Die häufigste Rückmeldung nach einer Kartenlegung lautet: „Ich hätte meine Frage von Anfang an anders stellen sollen.“ Deshalb lohnt es sich, vorher kurz darüber nachzudenken.
Hier findest du Beispiele für Fragen, die gut funktionieren – und eine einfache Methode, um deine eigene Frage zu schärfen.
Offene Fragen funktionieren besser als Ja/Nein-Fragen
Eine Frage wie „Ruft er sich noch einmal?“ lässt nur zwei Antworten zu – und beide helfen dir wenig weiter. Formulierst du stattdessen „Was steht zwischen uns?“ oder „Was brauche ich in dieser Situation?“, entsteht ein Gespräch, aus dem du etwas mitnimmst.
Beispiele: Liebe und Beziehung
Diese Fragen funktionieren erfahrungsgemäß gut:
- Was bewegt mich in dieser Beziehung gerade wirklich?
- Welches Muster wiederholt sich bei mir – und woher kommt es?
- Was würde sich ändern, wenn ich offen ausspreche, was ich mir wünsche?
- Worauf sollte ich achten, wenn ich mich neu einlasse?
Beispiele: Beruf und Entscheidungen
Bei Entscheidungen hilft es, beide Wege getrennt zu betrachten:
- Was spricht für Weg A – und was übersehe ich dabei?
- Was spricht für Weg B – und was kostet er mich?
- Was hält mich davon ab, mich zu entscheiden?
- Worauf sollte ich in den nächsten Wochen besonders achten?
Fragen, die ich nicht beantworte
Es gibt Grenzen, und die sind mir wichtig. Ich mache keine Aussagen über Gesundheit, Diagnosen, Medikamente, Rechtsfragen oder konkrete Geldanlagen. Ich treffe auch keine Aussagen über dritte Personen, die davon nichts wissen.
Wenn dein Thema in einen dieser Bereiche fällt, sage ich das offen – und wir schauen, welche Frage dahinter für dich beantwortbar ist.
In drei Sätzen zur eigenen Frage
Schreib auf, was dich beschäftigt. Streiche alles, was andere Menschen betrifft. Was übrig bleibt und mit „Was“, „Wie“ oder „Worauf“ beginnt, ist deine Frage.
Dieser Text dient der Information. Eine Kartenlegung ersetzt keine medizinische, psychologische, rechtliche oder finanzielle Beratung.