Wer sich mit Familienaufstellungen beschäftigt, stößt schnell auf die Rolle verstorbener Familienmitglieder. Für manche ist das der bewegendste Teil der Arbeit, für andere der befremdlichste.
Dieser Text erklärt sachlich, was dabei geschieht — und welche Frage danach offen bleibt.
Ja – je nach Methode
In vielen Aufstellungen werden verstorbene Familienmitglieder einbezogen, etwa indem sie durch Stellvertreter im Raum vertreten sind. Das ist ein üblicher Bestandteil dieser Arbeit und kein Sonderfall.
Der Gedanke dahinter: Ein Familiensystem endet nicht mit den Lebenden. Wer früh gestorben ist, wer verschwiegen wurde, wer im Krieg blieb — solche Themen tauchen in Aufstellungen regelmäßig auf.
Was dabei aus meiner Sicht geschieht
Es werden dabei nicht nur Erinnerungen oder familiäre Geschichten betrachtet. Aus meiner Sicht wird auch etwas in den persönlichen Raum eines Menschen geholt.
Gerade wenn dabei mit Verstorbenen gearbeitet wird, kann dadurch etwas in den persönlichen Raum gelangen, das dort vorher nicht war.
Das ist meine Sicht auf diese Arbeit und meine Arbeitsweise — keine Tatsachenbehauptung darüber, was in deinem Leben vorhanden ist.
Warum darüber selten gesprochen wird
Die Aufstellung wird beendet, die Teilnehmer gehen nach Hause, und die Sache gilt als erledigt. Aber was ist mit dem, was dabei tatsächlich geholt wurde? Wurde es wirklich wieder entfernt?
Genau diese Frage wird häufig gar nicht mehr gestellt — weder von den Beteiligten noch danach.
Worauf ich im Check schaue
Im Familienaufstellung Check schaue ich über die Karten auf deine aktuelle Situation. Dabei schaue ich auch gezielt darauf, ob sich Hinweise auf Verstorbene oder andere Einflüsse aus dieser Ebene zeigen.
Ich sage dir offen, was sich zeigt — und genauso offen, wenn sich nichts zeigt. Ich verspreche dir nicht, dass bei dir etwas gefunden wird.
Dieser Text dient der Information. Eine Kartenlegung ersetzt keine medizinische, psychologische, rechtliche oder finanzielle Beratung.